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Organisation und Entwicklung bis heute
Der Anfang
„Christoph Hansa“ wurde am 02. Februar 1990 am Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg (BUKH) stationiert, welches im Volksmund besser bekannt ist als das „Unfallkrankenhaus Boberg“. „Christoph Hansa“ war der erste „Ambulanzhubschrauber“ der ADAC-Luftrettung GmbH, d.h., die Aufgabe waren arztbegleitete Krankentransporte. Mehr dazu können Sie auch hier lesen. Heute wird „Christoph Hansa“ als Rettungshubschrauber eingesetzt. (Siehe dazu auch ganz unten Einsatzarten im Jahre 2009).
Die Hubschraubermuster
Der erste als „Christoph Hansa“ verwendete Hubschrauber war eine BO 105 CBS (Kennung: D-HHBG, Datenblatt, links und unten im Bild). Zu der Zeit war dieses Modell der standardmäßige Rettungshubschrauber bei der ADAC-Luftrettung GmbH. Im Herbst 1996 wurde sie durch eine leistungsstärkere, jedoch von der Kabine her baugleiche Maschine vom Typ BO 105 CBS Super Five ersetzt.
Um eine weitere Verbesserung für Besatzung und Patient zu erreichen, stellte der ADAC den ersten Rettungshubschrauber seiner Hubschrauberflotte vom Typ McDonnell Douglas „MD 900 Explorer“ (Kennung: D-HMDX) am 10. Juli 1997 in Hamburg in Dienst.
Unten: die MD 900 Explorer, die im Juli 1997 in Dienst gestellt wurde
Die EC 135
Seit Ende April 2004 flog der moderne zweimotorige Mehrzweckhubschrauber „EC 135 P2“ von Eurocopter regelhaft als “Christoph Hansa” in Hamburg. Die Maschine mit der Kennung „D-HDEC“ (Foto unten) verfügt über zwei Pratt & Whitney Canada-Triebwerke PW206B (je 743 PS) und ist mit einer Reisegeschwindigkeit von 240 km/h unterwegs. Anstelle eines freiliegenden Heckrotors wird ein verbesserter, ummantelter Heckrotor des Typs „Fenestron“ verwendet. Die EC 135 ist einer der leisesten Hubschrauber seiner Klasse.
Seit dem 20. Juni 2007 ist eine EC 135 P2+ (P2i) mit der Kennung D-HHBG als „Christoph Hansa“ im Einsatz. Die neue Maschine verfügt über ein höheres maximales Abfluggewicht (2910 kg statt 2835 kg) und weist höhere Leistung im Zweimotoren-Flugbetrieb auf. Ausgestattet ist sie mit Triebwerken des Herstellers Pratt&Whitney PW 206 B2. Zusätzlich wurden diverse Detailverbesserungen in die Baureihe eingearbeitet.
Das Einsatzspektrum und die Bereitschaft
Anfänglich sollte der Hubschrauber vorrangig Verlegungsflüge in einem Umkreis von ca. 300 km durchführen. Zunächst wurde “Christoph Hansa” von der Kr ankenbeförderungsleitstelle der Hilfsorganisationen (damals beim DRK Landesverband Hamburg ansässig) disponiert. Die Ärzte und Rettungsassistenten von „Christoph Hansa“ kommen aus der Abteilung Anästhesie, Intensiv- und Rettungsmedizin des BUKH. Im Klartext heißt das, dass das Anästhesiepflegepersonal, welches sonst im OP-Bereich tätig ist, an etwa drei bis sechs Tagen im Monat auf dem Hubschrauber eingeteilt ist. Um den Anforderungen des Rettungsdienstgesetzes zu genügen, müssen also alle eingesetzten Pflegekräfte zusätzlich Rettungsassistent/in sein. Diese Zusatzqualifikation hat sich bewährt und wird künftig beibehalten.
Damals war der Einsatz bei Notfalleinsätzen nicht vorgesehen, so betrug die geplante Vorlaufzeit bis zum Start bis zu 30 min. Die Besatzung war tagsüber in der Anästhesie tätig und hatte außerhalb der Regelarbeitszeit Rufbereitschaft. Die Erfahrungen zeigten, dass die 30-minütige Vorlaufzeit zu lang war, um auch dringliche Sekundärtransporte (Verlegungsflüge) zeitgerecht durchführen zu können. Diese Einsätzen mussten meist an Primärhubschrauber abgegeben werden. Um eine ständige Einsatzbereitschaft sicherzustellen, wurden zusätzliche ärztliche und pflegerische Planstellen geschaffen. Seit dem 01. Oktober 1991 kann somit im Einsatzfall unverzüglich ausgerückt werden. Bis heute unverändert beginnt die Einsatzbereitschaft bei Sonnenaufgang und endet bei Sonnenuntergang (sunset), jedoch maximal im Zeitfenster von 08.00 h bis 21.00 h.
Im Zuge der eingeführten sofortigen Einsatzbereitschaft wurden die technischen Vorauss etzungen geschaffen, dass die Rettungsleitstelle (RLST) der Feuerwehr Hamburg auf ihrer Fahrzeugzustandsanzeige jederzeit erkennen konnte, ob der „Christoph Hansa“ einsatzbereit war. Dieses führte vermehrt zum Einsatz des „Christoph Hansa“ durch die RLST, um innerhalb der Notfallrettung „Spitzen“ abzudecken. Diese Entwicklung ließ es sinnvoll erscheinen, auch um die Alarmierungszeit zu verkürzen, dass „Christoph Hansa“ ausschließlich über die RLST der Feuerwehr Hamburg disponiert wird. Die Umsetzung erfolgte am 21. Februar 1997.
Im Laufe der Jahre ist „Christoph Hansa“ in den Hamburger Rettungsdienst integriert – im Jahre 2006 wurden erstmalig über 1.500 Einsätze absolviert. Über die Jahre hinweg hat sich das Einsatzspektrum komplett gewandelt. Heute machen Verlegungsflüge nur noch etwa 8 - 9 % der Einsätze aus.
Das Einsatzspektrum und -zahlen
Wie schon oben erwähnt, war mit der Indienststellung des „Christoph Hansa“ 1990 zunächst ein Einsatz als Ambulanzhubschrauber geplant. Im Laufe der Zeit setzte die Feuerwehr Hamburg den „Christoph Hansa“ jedoch zunehmend auch für Primäreinsätze ein, so dass sich im Laufe der Jahre das Einsatzspektrum sehr stark verändert hat, heute machen Sekundäreinsätze nur noch ca. 6 % des Gesamteinsatzaufkommens aus.
Tabelle Entwicklung der Einsatzzahlen von 1990 bis 2006
Diagramm Einsatzarten im Jahre 2006
Anmerkung: Weiterführende Erklärungen zu den verschiedenen unten angegebenen Einsatzarten PV, FE, SE, PT und SO finden Sie in der Rubrik Einsatzberichte.
- PV = Primär mit Versorgung
- FE = Fehleinsätze
- SE = Sekundäreinsätze
- PT = Primär mit Transport
- SO = sonstige Einsätze
Einsätze in 2009
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