Ehemaliger Rettungshubschrauber
“SAR Hamburg 71”

- seit dem 19. Januar 2006 “Christoph 29”

(c) by luftrettung-hamburg.de

HinweisSAR Logo

Diese Homepage widmet sich vorrangig dem RTH “Christoph Hansa”. Dennoch sollte auf einer Domain mit dem Namen “luftrettung-hamburg.de” die Erwähnung unserer Kollegen vom Rettungszentrum der Bundeswehr nicht fehlen. Daher finden Sie auf dieser Seite einige Informationen, zahlreiche schöne Fotos sowie Zugang zu Videos und nicht zuletzt eine Sound-Datei mit dem Klang der Huey. Außerdem können Sie einen informativen Artikel über den 30-jährigen Geburtstag des ehemaligen “SAR 71” downloaden, der in der Fachzeitschrift “Rettungsdienst” erschienen ist.

Wenn Sie einige Fotos, die im Rahmen des Betreiberwechsels am 19. Januar 2006 enstanden sind, sehen möchten, klicken Sie bitte hier. Im übrigen finden Sie in den Bell 212-Fotogalerien natürlich auch diverse Fotos der Maschine, die als erstes im Hamburger Bw-Rettungszentrum (ab dem 19. Januar 2006) eingesetzt wurde, der D-HBZS.

 

Fotos vom ehemaligen SAR 71

Selbstverständlich bleiben auch nach dem Betreiberwechsel die Fotogalerien mit den schönen Fotos vom SAR 71 erhalten, denn der eine oder andere möchte jetzt sicherlich erst Recht in Erinnerungen schwelgen. Hier geht’s zu den Fotogalerien...

Logo Turtle Airlines Rettungszentrum BwK HHzur Fotogalerie SAR Hamburg 71 - Teil 1

zur Fotogalerie SAR Hamburg 71 - Teil 2

zur Fotogalerie SAR Hamburg 71 - Teil 3

zur Abschieds-Fotogalerie SAR HH 71

 

Video und Sound

Ein kurzes Video vom Start des SAR 71 ist im Downloadbereich zu finden. Eine wav-Datei (Sound-Datei) mit dem Klang einer Huey finden Sie hier (ca. 250 kB).

SAR Bell UH-1D beim Windentraining (c) by Harald Rieger

Es soll hier nicht alles wiederholt werden, was auf anderen Sites bereits hervorragend und ausführlich dargestellt ist. Daher möchte ich an dieser Stelle lediglich einen ganz kurzen Überblick geben und weiter unten 2 Links setzen (beachten Sie bitte die rechtlichen Hinweise der Rubrik Links).

 

Die Vorgeschichte

Da viele Hamburger während der großen Flut im Jahre 1962 von Hubschraubern gerettet wurden und ihnen somit ihr Leben verdanken, wird den Hamburgern ein besonderes Verhältnis zur Rettung aus der Luft nachgesagt.

SAR 71 im Rapsfeld anlässlich eines Primäreinsatzes (c) by P. Bockshammer

 

Die Indienststellung

SAR HH 71 am StützAm 16. Juli 1973 wurde der Rettungshubschrauber „SAR Hamburg 71“ vom Typ Bell UH-1D (weitere Infos dazu hier...) am Bundeswehrkrankenhaus stationiert, u.a. auf Initiative des damaligen Hamburger Innensenators Helmut Schmidt. Damals hörte der RTH noch auf den Funkrufnamen „Florian Hamburg Rettungshubschrauber“. Fortan sollte die Maschine vom Typ Bell UH-1D tagsüber für Notarzteinsätze in Hamburg und dem Hamburger Umland zur Verfügung stehen.

Gerade zu dieser Zeit war das Netz an arztbesetzten Rettungsmitteln nNAW 21 Bertaoch nicht so ausgebaut wie heute. Der RTH konnte den bodengebundenen Rettungsdienst somit sinnvoll ergänzen. Die große Flächenwirkung des RTH macht sich nicht nur auf dem Land, sondern gerade auch in der Stadt bemerkbar. Strecken, für die man – gerade zur Rushhour – mit dem Auto sonst 45 min. benötigen würde, legt der RTH innerhalb von 7 Flugminuten zurück. Außerdem gehört seit 1974 ein Notarztwagen (NAW 21 Berta, Abbildung rechts) zum Rettungszentrum im Hamburger Stadtteil Wandsbek.

 

Die Zahlen

Anfangs SAR Bell UH-1D (c) by S. Dönitzlagen die Zahlen noch bei unter 1.000 jährlich, in den 1980er Jahren dagegen wurden Zahlen von über 2.000 Einsätzen pro Jahr erreicht, womit der SAR 71 der meisteingesetzte RTH im bundesdeutschen Rettungsdienst wurde. Dies hat sich mittlerweile geändert. Zwar liegen die Zahlen immer noch bei etwa 1.800 bis 1.900 Einsätzen jährlich, andere Stationen wie z.B. Berlin (Christoph 31) haben aber heutzutage ganz deutlich mehr Einsätze (z.B. etwas über 2.900 im Jahre 2005). Dazu hat auch in Hamburg die neue „Flugdienst- und Ruhezeit“-Regelung beigetragen, denn sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich gelten inzwischen verkürzte Bereitschaftszeiten.

 

Der 30-jährige Geburtstag

Anläss30 Jahre SAR Hamburg 71, hier das Geburtstagsteam (c) by S. Dönitzlich des 30-jährigen Geburtstags von „Anneliese“, wie der RTH am Bundeswehr-Rettungszentrum (BW-RZ) liebevoll genannt wurde, fand am 18. Juli 2003 im Rettungszentrum eine Feierstunde statt.

Mehr dazu finden Sie in einem Artikel der Zeitschrift Rettungsdienst (Ausgabe Oktober 2003, Autor: Stephan Dönitz), den Sie hier downloaden können. Titel: 30 Jahre Rettungszentrum am Bundeswehr-Krankenhaus Hamburg”.

 

Ein Rückblick über die Gründe des Ausstiegs der Bundeswehr aus der Rettungsfliegerei

NH-90 (c) by Eurocopter

Durch die Anschaffung des neuen Hubschrauber-Musters NH 90 (Bild oben) ziehen sich die Rettungszentren der Bundeswehr nach und nach zurück aus der Rettung. Mit Hamburg ist das vorletzte der Rettungszentren die zivil-militärische Zusammenarbeit eingegangen. Winden-Demo beim SAR HH 71

Der NH 90 ist für Einsätze im Luftrettungsdienst aufgrund seiner Größe und des Abfluggewichts von über 8 t nicht geeignet, und die gute alte Bell hat langsam ausgedient. Um weiterhin zumindest im notfallmedizinischen Bereich tätig zu sein, hat sich an einigen Rettungszentren, wie z.B. in Koblenz oder Ulm eine zivil-militärische Mischbetreibung etabliert, wie nun auch in Hamburg. Dabei wird der Hubschrauber mitsamt Pilot von einer zivilen Luftrettungsorganisation gestellt – etwa der ADAC-Luftrettung GmbH oder der Bundespolizei (Hamburg).

 

Die medizinische Crew

Der Notarzt und der Rettungsassistent kommen weiterhin vom Bundeswehrkrankenhaus. Der Wegfall der Bordtechniker (BT genannt, korrekte Bezeichnung: Bordmechanikermeister) im Zuge der Umstellung auf eine dreiköpfige Besatzung führte dazu, dass die Rettungsassistenten die HEMS-Crew Member-Ausbildung gemäß JAR-OPS 3 absolvieren mussten. Dies ist in Hamburg der Fall, seitdem die EC 135 am 04. Juli 2007 die Bell 212 abgelöst hat. Seitdem sitzen auch die Rettungsassistenten der Hamburger Bundeswehr “vorne links”. Wer sich dafür interessiert, was man als HEMS-Crew-Member alles so macht, der findet hier weiterführende Informationen.

 

Der Funkrufname

Seit dem 19. Januar 2006 heißt es nicht mehr „SAR Hamburg 71“, sondern der RTH wird mit seiner zivilen Bezeichnung „Christoph 29“ gerufen. Angemerkt sei noch, dass der derzeit in Hamburg eingesetzte Zivilschutzhubschrauber (ZSH) vom Typ EC 135 P2+ (P2i) zwar von Beamten der Bundespolizei geflogen wird, aber nicht der Bundespolizei gehört.

Christoph 29 (c) by S. Kappus

 

Hier die weiterführenden Links, auf denen Sie wesentlich mehr über den SAR 71 / Christoph 29 finden...

www.sar71.de

www.aeromed-hamburg.de

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