Rettungshubschrauber “SAR Hamburg 71”

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Diese Homepage widmet sich vorrangig dem RTH “Christoph Hansa”. Dennoch sollte auf einer Domain mit dem Namen “luftrettung-hamburg” die Erwähnung unserer Kollegen vom Rettungszentrum der Bundeswehr nicht fehlen. Daher finden Sie auf dieser Seite einige Informationen, zahlreiche schöne Fotos sowie Zugang zu Videos und nicht zuletzt eine Sound-Datei mit dem Klang der Huey. Außerdem können Sie einen informativen Artikel über den 30-jährigen Geburtstag des “SAR 71” downloaden, der in der Fachzeitschrift “Rettungsdienst” erschienen ist.

 

Fotos

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Logo Turtle Airlines Rettungszentrum BwK HHzur Fotogalerie SAR Hamburg 71 - Teil 1

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Video und Sound

Ein mpeg.video vom Start einer SAR Bell UH-1D finden Sie hier (6,4 MB), ganz unten auf der betreffenden Seite. Außerdem ist ein kurzes Video vom Start des SAR 71 im Downloadbereich zu finden. Eine wav-Datei (Sound-Datei) mit dem Klang einer Huey finden Sie hier (ca. 250 kB).

SAR Bell UH-1D beim Windentraining (c) by Harald Rieger

Es soll hier nicht alles wiederholt werden, was auf anderen Sites bereits hervorragend und ausführlich dargestellt ist. Daher möchte ich an dieser Stelle lediglich einen ganz kurzen Überblick geben und weiter unten 2 Links setzen (beachten Sie bitte die rechtlichen Hinweise der Rubrik Links). 

 

Die Vorgeschichte

Da viele Hamburger während der großen Flut im Jahre 1962 von Hubschraubern gerettet wurden und ihnen somit ihr Leben verdanken, wird den Hamburgern ein besonderes Verhältnis zur Rettung aus der Luft nachgesagt.

 

Die Indienststellung

SAR HH 71 am StützAm 16. Juli 1973 wurde der Rettungshubschrauber „SAR Hamburg 71“ vom Typ Bell UH-1D (weitere Infos dazu hier...) am Bundeswehrkrankenhaus stationiert, u.a. auf Initiative des damaligen Hamburger Innensenators Helmut Schmidt. Damals hörte der RTH noch auf den Funkrufnamen „Florian Hamburg Rettungshubschrauber“. Fortan sollte die Maschine vom Typ Bell UH-1D tagsüber für Notarzteinsätze in Hamburg und dem Hamburger Umland zur Verfügung stehen.

Gerade zu dieser Zeit war das Netz an arztbesetzten Rettungsmitteln nNAW 21 Bertaoch nicht so ausgebaut wie heute. Der RTH konnte den bodengebundenen Rettungsdienst somit sinnvoll ergänzen. Die große Flächenwirkung des RTH macht sich nicht nur auf dem Land, sondern gerade auch in der Stadt bemerkbar. Strecken, für die man – gerade zur Rushhour – mit dem Auto sonst 45 min. benötigen würde, legt der RTH innerhalb von 7 Flugminuten zurück. Außerdem gehört seit 1974 ein Notarztwagen (NAW 21 Berta, Abbildung rechts) zum Rettungszentrum im Hamburger Stadtteil Wandsbek.

 

Die Zahlen

Anfangs SAR Bell UH-1D (c) by S. Dönitzlagen die Zahlen noch bei unter 1.000 jährlich, in den 1980er Jahren dagegen wurden Zahlen von über 2.000 Einsätzen pro Jahr erreicht, womit der SAR 71 der meisteingesetzte RTH im bundesdeutschen Rettungsdienst wurde. Dies hat sich mittlerweile geändert. Zwar liegen die Zahlen immer noch bei etwa 1.800 Einsätzen jährlich, andere Stationen wie z.B. Berlin (Christoph 31) haben aber heutzutage deutlich mehr Einsätze (über 2.000). Dazu hat auch die neue „Flugdienst- und Ruhezeit“-Regelung beigetragen, denn sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich gelten inzwischen verkürzte Bereitschaftszeiten.

 

Der Geburtstag

Anläss30 Jahre SAR Hamburg 71, hier das Geburtstagsteam (c) by S. Dönitzlich des 30-jährigen Geburtstags von „Anneliese“, wie der RTH am Bundeswehr-Rettungszentrum (BW-RZ) liebevoll genannt wird, fand am 18. Juli 2003 im Rettungszentrum eine Feierstunde statt.

Mehr dazu finden Sie in einem Artikel der Zeitschrift Rettungsdienst (Ausgabe Oktober 2003, Autor: Stephan Dönitz), den Sie hier downloaden können. Titel: 30 Jahre Rettungszentrum am Bundeswehr-Krankenhaus Hamburg”.

 

Ein Ausblick

NH-90 (c) by Eurocopter

Durch die Anschaffung des neuen Hubschrauber-Musters NH 90 (Bild oben) ziehen sich die Rettungszentren der Bundeswehr nach und nach zurück aus der Rettung. Der NH 90 ist für Einsätze im Luftrettungsdienst aufgrund seiner Größe und des Abfluggewichts von über 8 t nicht geeignet, und die gute alte Bell hat langsam ausgedient. Um weiterhin zumindest im notfallmedizinischen Bereich Winden-Demo beim SAR HH 71tätig zu sein, hat sich an einigen Rettungszentren, wie z.B. in Koblenz oder Ulm eine zivil-militärische Mischbetreibung etabliert. Dabei wird der Hubschrauber mitsamt Pilot von einer zivilen Luftrettungsorganisation gestellt – etwa der ADAC-Luftrettung GmbH. Der Notarzt und der Rettungsassistent kommen weiterhin vom Bundeswehrkrankenhaus. Durch den Ausfall der Bordtechniker (BT genannt, korrekte Bezeichnung: Bordmechanikermeister, siehe Abbildung rechts: BT und Rettungsassistent) führt dies dazu, dass die Rettungsassistenten noch die HEMS-Crew Member-Ausbildung gemäß JAR-OPS 3 absolvieren müssen.

Für das Rettungszentrum der Bundeswehr in Hamburg ist in naher Zukunft ähnliches zu erwarten. Welche Luftrettungsorganisation letztlich den Zuschlag bekommt, ist noch nicht bekannt, jedenfalls nicht der Allgemeinheit. Jedenfalls wird es (leider) so sein, dass der Kulthubschrauber im Luftrettungsdienst mit seinem unvergleichlichen „flap flap –sound of rescue“ in absehbarer Zeit nicht mehr über Hamburgs Himmel zu sehen sein dürfte. Sollten allerdings Gerüchte zutreffen, dass der Bundesgrenzschutz die Station übernimmt, dann könnte in Form einer BELL 212 evtl. der Kultsound und die Optik “erhalten” bleiben, wer weiß...

Dann wird es auf Funk oder in Gesprächen nicht mehr „SAR Hamburg 71“ heißen, sondern dann wird der RTH mit seiner zivilen Bezeichnung „Christoph 29“ gerufen werden.

SAR 71 im Rapsfeld anlässlich eines Primäreinsatzes (c) by P. Bockshammer

Einige Informationen in obigem Text stammen aus dem Artikel „30 Jahre SAR 71“ (Rotorblatt 2/2003, Seiten 16 – 17).

Hier die weiterführenden Links, auf denen Sie wesentlich mehr über den SAR 71 finden...

www.sar71.de

www.aeromed-hamburg.de

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