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Einsatzkategorie “Primäreinsatz mit Versorgung”
Die Erklärungen zu den Einsatzarten finden Sie hier.
Der Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten (PV mit Tranport im RTW)
Hinweis: Damit keine Rückschlüsse auf die Patienten gezogen werden können, sind die Einsätze bewusst ohne genaue Angaben zum Datum usw. dargestellt. Sie haben aber so oder ähnlich stattgefunden. Mit dem verwendeten Bildmaterial soll veranschaulicht werden, wie die Situation sich dargestellt hat. Es ist nicht beabsichtigt, Sensationslust mit den Bildern zu befriedigen – jedoch sagt ein Bild oft mehr als viele Worte. Personen wurden auf den Bildern, falls erforderlich, unkenntlich gemacht.
Ein heißer Sommertag steht uns bevor. Die Routine ist erledigt, der Pilot hat die Maschine geprüft und die Wetterdaten eingeholt und die Notärztin und ich haben das medizinische Equipment überprüft. Jetzt ist Zeit zum Frühstücken.
Oft ist es am Wochenende etwas ruhiger. Es könnte also gut sein, dass stundenlang kein Einsatz kommt. Doch nicht so heute. Bald piepen die DMEs (Digitale Funkmeldeempfänger). Es geht in einen kleinen Ort in einem Landkreis. Gemeldet ist ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person (PKL). Das verheißt schon nichts gutes, aber oft ist die Situation vor Ort dann ja doch nicht so dramatisch.
Bald darauf geht der RTH zur Landung, ca. 200 m von dem Unfall entfernt (Bild oben). Innerorts sind zwei PKW frontal zusammen gestoßen (Bild unten).
Bei solchen Einsätzen verschaft man sich einen Überblick über die Zahl der Verletzten, um ggf. weitere Kräfte nachzualarmieren.
Dann werden die Patienten versorgt und letztlich festgelegt, wer mit welchem Rettungsmittel in welches Krankenhaus transportiert wird. Nicht jeder Patient muss geflogen werden, oft erfolgt der Transport im Rettungswagen. Mit welchem Rettungsmittel der Transport erfolgt hängt v.a. vom Zustand der Patienten und von der Entfernung zum nächsten geeigneten Krankenhaus ab.
Sollten Personen eingeklemmt sein, ist eine technische Rettung erforderlich. Dies erfolgt in Absprache mit der Feuerwehr, so muss z.B. manchmal zur schonenden Rettung das Dach des Fahrzeugs abgetrennt werden.
Letztlich erfolgt dann nach dem Transport die Übergabe der Patientin an die Kollegen im Krankenhaus oben).
Der Herznotfall (PV mit Übergabe RTW)
Hinweis: Damit keine Rückschlüsse auf die Patienten gezogen werden können, sind die Einsätze bewusst ohne genaue Angaben zum Datum usw. dargestellt. Sie haben aber so oder ähnlich stattgefunden. Mit dem verwendeten Bildmaterial soll veranschaulicht werden, wie die Situation sich dargestellt hat. Es ist nicht beabsichtigt, Sensationslust mit den Bildern zu befriedigen – jedoch sagt ein Bild oft mehr als viele Worte. Personen wurden auf den Bildern, falls erforderlich, unkenntlich gemacht.
Vormittags. Alarm: Es geht in den Westen Hamburgs, in den Stadtteil Osdorf. Laut Depesche handelt es sich evtl. um einen “Herzinfarkt“.
Das Wetter ist mäßig, es regnet. Der Einsatzort ist schnell auf der Karte gefunden und wir starten. Die Sichten und Wolkenuntergrenzen lassen einen problemlosen Flug zu. Wir landen auf einer größeren Kreuzung in Sicht zum Elbe-Einkaufs-Zentrum.
Der Notarzt und ich entnehmen das Material und wir begeben uns zum Streifenwagen, der uns signalisiert, dass wir hinkommen sollen. Dieser düst dann mit uns mit Blaulicht und Sirene zu den etwa 600 m entfernten Haus, wo der Einsatzort ist. An dieser Stelle soll auch einmal der vorbildliche Einsatz der Polizei hervorgehoben werden, ohne deren Hilfe wir die Einsatzorte oft erheblich später erreichen würden.
Der Rettungswagen ist bereits vor uns angekommen und untersucht/versorgt den Patienten bereits. Der Notarzt erhält vom RTW-Team eine Übergabe und befragt den Patienten weiter. Nach eingehender Untersuchung durch den Notarzt (u.a. ein 12-Kanal-EKG) entscheidet dieser, dass der Patient zwar vorsorglich im Krankenhaus untersucht werden soll, aber eine Begleitung im RTW durch die RTH-Crew nicht erforderlich ist.
Eine kurze Anmerkung dazu: Da ja in der Regel ein Notruf durch medizinische Laien abgegeben wird, kann es öfter vorkommen, dass die Lage direkt vor Ort sich dann anders darstellt, als zunächst vermutet. In diesem Fall stellt sich z.B. heraus, dass der Verdacht auf Herzinfarkt doch nicht gegeben ist. Das bedeutet, dass die Kollegen vom RTW den Patienten ins Krankenhaus bringen (Bild oben) und wir uns vom Streifenwagen wieder zum RTH zurückfahren lassen. Dort angekommen sichert die Polizei noch solange die Kreuzung, bis wir wieder gestartet sind (Bild unten).
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