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Geschichte des Fliegens - Die Anfänge bis zum ersten Weltkrieg
Anmerkung: Ich habe versucht, die wichtigsten Ereignisse oder Leistungen (z. B. Geschwindigkeitsrekorde o.ä.) hervorzuheben, bzw. einfach einen Überblick über die Entwicklung zu geben. Da die Thematik sehr umfassend ist, kann hier aber nur ein kleiner Ausschnitt der Geschichte des Fliegens wiedergegeben werden. Durch die Vermischung der Themen „Flugzeuge“ und „Hubschrauber“ würde eine vollständige Darstellung Hunderte von Seiten beanspruchen. Die Besucherinnen und Besucher dieser website, die ein wichtiges Ereignis vermissen, bitte ich um Nachsicht bzw. Nachricht.
Inhaltsverzeichnis:
Der chinesische Kaiser Shun
In den Jahren 2258 bis 2208 vor Christi Geburt lebte ein chinesischer Kaiser, von dem die legende berichtet, dass er die Kunst erlernte, wie ein Vogel zu fliegen, um aus der Gefangenschaft zu fliehen.
Daidalus und Ikaros
Fliegen zu können wie ein Vogel, das ist ein uralter Traum der Menschheit. Nur fehlte den Menschen der nötige Antrieb. Die griechische Mythologie berichtet über einen genialen Mann namens Daidalus (lat. Dädalus), der ein mythischer Erfinder und Baumeister war. Er stand im Dienste des Königs Minos und wollte von der Insel Kreta fliehen. Er entkam zusammen mit seinem Sohn Ikaros (lat. Ikarus) mithilfe kunstvoller Flügel aus Federn, die mit Wachs zusammengehalten wurden. Ikaros flog entgegen der Warnungen seines Vaters höher, als es für die Flucht nötig gewesen wäre. Berauscht vom Flug kam er mit seinen Flügeln der Sonne zu nah, so dass das Wachs der Flügel zu schmelzen begann, und er stürzte unweit von Samos ins Meer.
Hier könnte sich eventuell das Wissen um frühe bronzezeitliche Flugpioniere niedergeschlagen haben. Allerdings gelang der Flug freilich nur in der Sagenwelt. Es ist nicht möglich, die komplizierte Flugtechnik der Vögel als Mensch ohne mechanische Hilfsmittel zu kopieren. Das bloße Anschnallen von Flügeln reicht eben nicht aus, um wirklich fliegen zu können. Tatsache ist, dass über Jahrtausende hinweg zahllose Menschen ihr Leben opferten, um es den Vögeln gleichzutun. Die Wachsflügel der griechischen Sagengestalten kommen in der modernen Luftfahrt Hängegleitern am nächsten.
Solche Legenden findet man fast überall auf der Welt, egal ob in persischen Schriften, in indischen Mythen oder germanischen Heldensagen. Mal sind es die Menschen selbst, die fliegen, mal werden sie von gewaltigen Vögeln in die Höhe getragen. Doch auch in unserer heutigen Zeit findet man solche Geschichten, wie etwa von Astrid Lindgrens Kinderbuch-Figur Karlsson vom Dach, der sich mithilfe eines kleinen, auf dem Rücken befestigten Propellers durch die Lüfte bewegt.
1010: Flug vom Turm der Abtei
Im Jahr 1010 hat der Mönch Oliver von Malmesbury versucht, wie die Vögel - mit nachgebauten Flügeln - zu fliegen. Er schnallte sich diese Flügel an die Arme und Beine und kletterte auf den Turm seiner Abtei. Er sprang hinunter, aber mit dem Fliegen hat es nicht geklappt. Er brach sich beide Arme und Beine.
1493: Die Ideen Leonardo da Vincis
Großen Einfallsreichtum bewies das Universalgenie Leonardo da Vinci (Abbildung links).1493 kreierte er den Entwurf eines Hubschraubers (Abbildung rechts). Mit Hilfe der „Spiralschraube“ sollte der senkrechte Aufstieg erfolgen.
Damit hatte er auch den heute noch gängigen Begriff Helikopter geboren, denn er sprach in seinen Schriften von einem schraubenförmigen (griechisch „helix“) Flügel (griechisch „pteron“). Seine Pläne sind allerdings damals und auch in den darauffolgenden Jahrhunderten nur ein Entwurf geblieben.
Um 1495 fertigte Leonardo da Vinci eine Zeichnung von einem F allschirm an. Und um 1500 schuf er die ersten ernst zu nehmenden Pläne und Versuche, um mit von Muskelkraft bewegten Flügeln (Abbildung rechts) zu fliegen. Er versuchte, die menschliche Kraft durch mechanische Hilfsmittel wie Seile und Hebel, zu verstärken. Er erkannte auch schon, dass die Flügel mit der Muskelkraft der Beine bewegt werden müssten, weil die Kraft der menschlichen Arme dazu nicht ausreicht. Mit seinen technischen und mechanischen Kenntnissen war er seiner Zeit weit voraus. Seine Erfindungen waren nicht ausgereift und es gibt keinen Beweis, dass irgendjemand einen seiner Schwingenflügler je baute oder flog. Durch das Schicksal seiner Manuskripte hatten seine beachtlichen Erkenntnisse quasi keinen Einfluss auf die Entwicklung des Fliegens.
1670: Francesco de Lana
Der italienische Jesuitenpater Francesco de Lana war der erste, der nach wissenschaftlichen Prinzipien ein Luftschiff entworfen hatte, das leichter als Luft war.
Fran cesco de Lana nutzte die Erkenntnisse Otto von Guerickes, der die Luftpumpe um 1650 erfand. Damit war es möglich geworden, ein Vakuum zu erzeugen.
Hintergrundwissen: Berühmt war Guerickes Experiment mit den Magdeburger Halbkugeln. Otto von Guericke erzeugte in zwei hohlen, aneinander gepresste metallenen Halbkugeln mit der von ihm erfundenen Luftpumpe ein Vakuum (erstmals 1657 in Magdeburg gezeigt). Er wollte damit die von der Atmosphäre ausgeübten Kräfte demonstrieren. Es wurden auf jeder Seite acht Pferde angespannt, um die Magdeburger Halbkugeln voneinander zu trennen, was jedoch nicht gelang.
Francesco de Lana stellte korrekt fest, dass ein „Gegenstand, der leichter als Luft ist, in der Luft schweben kann“. Sein Ansatz war das Vakuum, für das er die Technik von Guericke verwendete. Zweifelsohne war das durch die Luftpumpe erzielbare Vakuum leichter als jede Form der Luft. Er glaubte, dass man hauchdünne Kupferkugeln, denen man die Luft entzogen hatte, nur noch unter einem schiffsförmigen Behälter befestigen müsse und dass dieser dann aufsteige. Das Problem war nur: die Kugeln, die dünn und leicht genug waren, um beim Luftentzug zu fliegen, wurden vom Luftdruck zerstört. Die Kugeln dagegen, die den Luftdruck aushalten konnten, waren wiederum zu schwer zum fliegen. Das oben rechts abgebildete Luftschiff soll aus dem Jahre 1670 stammen.
1680: die Erkenntnisse des italienischen Physikers Alphonso Borelli
Giovanni Alphonso Borelli (1608 bis 1979) war Professor in Pisa und Messina. Die Nachrichten über erfolglose Schwingenflugversuche hatten den italienischen Physiker angeregt, die Muskulatur des Vogels mit der des Menschen zu vergleichen. Borelli stellt im Jahr 1680 fest, dass die zum Schlagen der Flügel verwendeten Muskeln etwa ein Sechstel der Körpermasse des Vogels ausmachten. Dagegen beträgt die Arm- und Brustmuskulatur des Menschen nicht mal ein Hunderstel der Körpermasse. Dieses Ergebnis war sehr ernüchternd. Der Leistungsbedarf, den man zum fliegen benötigte, konnte vom Menschen nicht aufgebracht werden. Mit Schwingflügeln zu fliegen ist für den Menschen schlicht unmöglich.
Da Vielen diese Erkenntnisse verborgen blieben und sie zudem von unerschütterlichem Optimismus angetrieben wurden, wurden Ruderflugversuche trotzdem fortgesetzt.
1709: Laurenço de Gusmão’s Versuch
De r in Brasilien geborene Jesuitenpater Laurenço de Gusmão wird selten zu den Pionieren der Luftfahrt gezählt. Lange waren Dokumente, die seine Leistungen dokumentieren, verschwunden. Dies hängt auch damit zusammen, dass er später durch die Inquisition verfolgt wurde. An einer portugiesischen Universität findet man jedoch heute noch Dokumente über einen Versuch, der im Botschaftersaal am Hofe des Königs von Portugal stattfand. Gusmão entfachte in einem seiner Flugapparate ein Feuer, woraufhin das Flugmodell sofort abhob und durch die Luft flog. Die Demonstration endete dadurch, dass das Modell versehentlich gegen einen Vorhang stieß, worauf dieser und etwas Mobiliar Feuer fingen. Manche bezeichnen Laurenço de Gusmão daher als denjenigen, der den Heißluftballon erfunden haben soll.
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Ein Modell einer Flugmaschine namens Passarola oder “Großer Vogel” (Abbildung oben) aus dem Jahre 1709, ist vermutlich zu schwer gewesen, um tatsächlich geflogen zu sein. Auch ist nicht ganz klar, wie das Funktionsprinzip gewesen sein soll. Manche Historiker meinen, dass starke Magneten den Auftrieb erzeugen sollten.
1783: Der erste bemannte Heißluftballonaufstieg
Viel früher als die Piloten der Flugzeuge, die schwerer als Luft waren, hatten die Leichter-als-Luft-Pioniere Erfolg. Die theoretischen Voraussetzungen für diesen Erfolg schuf der italienische Physiker Evangelista Torricelli, (1608 – 1647), der nachwies, dass Luft und andere Gase Gewichte und Dichte haben. Nun konnte auch erforscht werden, unter welchen Bedingungen ein Körper in der Luft (oder anderen Gasen) Auftrieb erfährt.
Die französischen Brüder Étienne-Jacques und Michel-Joseph de Montgolfier waren diejenigen, denen der erste bemannte Heißluftballonaufstieg gelang. Die beiden Brüder waren von Haus aus Papierhersteller und sie hatten bemerkt, dass ein Feuerqualm verkohlte Papierstückchen in die Luft wirbeln konnte. Daraufhin experimentierten sie mit rauchgefüllten Papiersäckchen und schafften es tatsächlich, einen solchen Papiersack 10 Metern aufsteigen zu lassen.
Am 05. Juni 1783 stieg der erste, aus Leinwand gefertigte, mit Papier gefütterte und einem Hanfnetz überzogene, unbemannte Heißluftballon, eine sog. Montgolfiere, zu einem Fesselflug auf. Dabei wurde die Luft im unten offenen Ballon durch ein Feuer aus gekämmter Wolle und feuchtem Stroh erwärmt. Am 19. September 1783 folgte ein Flug mit Tieren (Schaf, Ente, Hahn). Der Ballon erreichte eine Höhe von 2.000 Metern und landete sicher.
Am 21. November 1783 schließlich erfolgte der erste bemannte freie Flug (Abbildung rechts unten) einer Montgolfiere. Aufgrund des Risikos hatte König Ludwig XVI. ursprünglich gewollt, dass zwei verurteilte Kriminelle den ersten bemannten Flug durchführen sollten. Dies führte aber zu Widerständen in der Bevölkerung, sodass der König sich doch noch überzeugen ließ. Das Privileg des ersten bemannten Fluges wurde zwei Adligen zuteil (Jean-Francois Pilâtre de Rozier und Marquis d’Arlandes).
Was auch die Gebrüder Montgolfier nicht wussten, war, dass es sich bei dem sogenannten „Montgolfierschen Gas“ (wie sie es nannten) lediglich um verdünnte heiße Luft handelte, die leichter als die kältere war, und daher aufstieg. Da die heiße Luft durch offenes Feuer erzeugt wurde, war das Unterfangen nicht ungefährlich. Während des Fluges musste die Außenhaut des Ballons mit einem Schwamm befeuchtet werden, da Funken sonst einen Schwelbrand verursachen konnten.
1783: Heißluft wird erstmals durch Wasserstoff ersetzt
Sch on 1776 hatte ein Engländer, Henry Cavendish, mit Wasserstoffgas experimentiert und erkannte die prinzipielle Verwendungsmöglichkeit zum Befüllen von Ballonen. Allerdings war Wasserstoff zu der Zeit sehr schwierig herzustellen.
Der Franzose Jaçques Alexandre Charles (Abbildung links) war Chemiker und Physiker. Er war mit der Entdeckung des Wasserstoffgases vertraut. 1783 startete er einen unbemannten Wasserstoffballon, der 23 Kilometer weit flog und eine Höhe von 1.000 Metern erreichte. Der Ballon landete in Gonesse, wo die Einheimischen ihn mit Mistgabeln angriffen und zerstörten. Denn die Bauern hielten alles, was da aus der Höhe herunterging, für eine Ausgeburt des Teufels. Damit machten sie deutlich, dass Fliegen keineswegs der Traum der kompletten Menschheit war.
Der erste bemannte Flug mit einem gasgefüllten Ballon wurde mit Jaçques Charles und Nicholas Louis Robert am 01. Dezember 1783 gestartet, also sehr kurz nach den Brüdern Montgolfier. In Paris beginnend ging der Flug über 2½ Stunden Dauer und eine Distanz von 43 Kilometern. Bei der Landung stieg Robert aus, was den Ballon zum erneuten Steigen brachte, diesmal auf 3.000 Meter Höhe. Charles landete später sicher. Heutzutage sind in Frankreich Gasballons unter dem Namen Charlier und Heißluftballons unter dem Namen Montgolfier bekannt.
1784: Ein auf dem Hubschrauber basierendes Modell
Datiert auf das Jahr 1784 ist der erste historisch sichere Beweis für die Anfertigung eines auf dem Hubschrauber basierenden Modells. Zwei französische Mechaniker, Launoy und Bienvenue, hatten ein geniales Spielzeug entworfen, welches in der französischen Akademie der Wissenschaften ausgestellt ist. Es handelte sich um ein mit Vogelfedern als Hubschrauben konzipiertes Gerät, welches flugfähig war. Die Kraft wurde der Spannung eines Bogens entnommen. Das Gerät stieg solange auf, bis der Bogen entspannt war und sank dann langsam zum Boden zurück.
19. Jahrhundert: Lenkbare Luftfahrzeuge
Im 19. Jahrhundert bevölkerten Ballons den Himmel über Europa und wurden in Kriegszeiten zu Aufklärungszwecken eingesetzt. Der große Nachteil der Ballons ist aber, dass sie sich nicht steuern lassen. Der Traum vom Fliegen wie ein Vogel blieb bestehen.
1804 – der britische Luftfahrtpionier George Cayley
Die Versuche, den Gleitflug des Menschen mit technischen Mitteln zu verwirklichen, began nen praktisch im 19. Jahrhundert mit Sir George Cayley (Abbildung links). In England brachte George Cayley ab 1804 Flugmodelle zum Fliegen, die alle wesentlichen Merkmale moderner Flugzeuge, wie Flügel, Höhen- und Seitenleitwerk, besaßen. Er konnte zeigen, dass bei geeigneter Schwerpunktlage eine negative Stellung des Höhenleitwerks und eine v-förmige Anordnung der Tragflächen die Voraussetzungen dafür sind, dass ein Flugzeug eigenstabil fliegt.
Cayleys Theorien hätten es wohl ermöglicht, einen Gleiter zu bauen und zu fliegen, wenn man einen schon einen geeigneten, leichten Antrieb gehabt hätte. Doch leider fehlte ein geeigneter Motor. Cayley hatte übrigens auch mit hubschrauberartigen Modellen experimentiert. 1843 stellte George Cayley ein Vertikalflugmodell vor.
1811: der Schneider von Ulm
Der Schneider Albrecht Ludwig Berblinger wurde durch ein Missgeschick sehr bekannt und bis an sein Lebensende als „Schneider von Ulm“ verhöhnt und mit Spottversen bedacht. Er hatte nach Plänen des Wiener Uhrmachers Jakob Degen ein Schwingenfluggerät gebaut und wollte mit diesem bei Ulm die Donau überqueren. Dazu hatte er sich eigens ein Gerüst anfertigen lassen, von dem aus der Start erfolgten sollte. Allerdings fiel er unmittelbar nach dem „Flugbeginn“ wie ein Stein ins Wasser. Dieser Misserfolg sollte ihn bis an sein Lebensende verfolgen.
1871 – Alphonse Pénault, Konstrukteur des Urahns aller Motorflugmodelle
Die Erkenntnisse Cayleys wurden von dem Franzosen Alphonse Pénault, der mit propellergetriebenen Flugzeugmodellen experimentierte, 1872 bestätigt. Pénault war derjenige, der sozusagen den Urahn aller Motorflugmodelle konstruierte (1871). Das „Planophore“ genannte Modell zeichnete sich durch größte Einfachheit, vollkommene Flugstabilität und Wiederholbarkeit der Flüge aus. Es wurde mit einem Gummimotor angetrieben (gedrillte Gummifäden). Die propagandistische Bed eutung dieses Modells war erheblich, denn es konnte mit einfachen Mitteln von jedem gebaut werden und es erbrachte den Beweis, dass ein Flug mit mechanischen Mitteln möglich ist.
Auch Pénault hatte, wie Cayley, mit hubschrauberartigen Modellen experimentiert. Auf das Jahr 1870 datiert ein einfaches, durch gedrillte Gummischnüre angetriebenes Hubschraubermodell mit gegenläufigen Rotoren, welches er entwickelt hat (Abbildung rechts). Er nannte es “Helicoptére”. Einige seiner Modelle stiegen bis zu 15 Metern auf.
Otto Lilienthals Flug 1891 – der erste bemannte Flug mit einem Luftfahrzeug „schwerer als Luft“
Otto Lilienthal (1848-1896, siehe Abbildung) war ein begabter Ingenieur, der zuerst als A ngestellter Maschinen für den Bergbau entwickelte und später sehr erfolgreich eine eigene Fabrik für Dampfmaschinen betrieb. Seine Arbeiter beteiligte er am Erfolg der Fabrik, und er unterstützte ein Volkstheater mit Geldspenden. Gleichzeitig waren er und sein Bruder Gustav seit ihrer frühen Jugend an der Fliegerei interessiert. Die oben beschriebenen Ansätze zur Verwirklichung des Gleitfluges wurden von Otto Lilienthal zielstrebig fortgesetzt. Lilienthals Methode kann man mit folgendem Slogan zusammenfassen: „ Vom Schritt zum Sprung, vom Sprung zum Flug“. Ab 1867 betrieben die Brüder systematische Untersuchungen über Flügelprofile, Anstellwinkel und Ähnliches. Nach jahrelangen theoretischen Studien und Vorarbeiten unternahm Lilienthal seine praktischen Flugversuche in den Jahren 1890 bis 1896. 1889 veröffentlichte Otto Lilienthal sein Hauptwerk »Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst«. Zu dieser Zeit wandte er sich auch der experimentellen Fliegerei zu. Er konstruierte Hängegleiter, die den heutigen Sportdrachen ähnelten.
1891 trug ihn sein erstes Fluggerät namens Möwe 7 m durch die Luft (Abbildung unten: unmittelbar vor dem Start). Dies war der erste Menschenflug mit einem manntragenden Segelapparat. Lilienthal konstruierte und erprobte in der Folgezeit über 30 Gleitflugzeuge. Später gelangen ihm Flüge von mehr als 300 m Strecke. Lilienthals Erfindungen und Flugversuche waren bahnbrechend und hatten viele Nachahmer. Letztendlich war die Fixierung auf den Vogelflug die Schwachstelle der lilienthalschen Flugapparate. Das Gleitflugzeug war so gebaut, dass der Pilot sich mit den Unterarmen auf Polster stützte und den Apparat mit den Händen festhielt. Die Beine waren zum Anlaufen und für die Landung frei, sodass kein Hilfspersonal benötigt wurde. Gesteuert wurde durch die Verlagerung des Körpers oder der Beine. Am 9. August 1896 stürzte Otto Lilienthal mit einem Flugzeug dieses Typs – nach mehr als 1.000 Flügen – bei einem Flug über den Rhinower Bergen aus 20 m Höhe ab und starb an seinen Verletzungen. Lilienthal war unter anderem Vorbild für Orville und Wilbur Wright.
1895 – 1899: Percy Pilchers Gleiter
Percy Pilcher war ein von Lilienthal inspirierter englischer Flugpionier, der 1895 den in der Abbildung gezeigten Gleiter namens Bat (dt.: „Fledermaus“, Abbildung links) konstruiert hatte. Gebaut war der Bat aus Kiefern- und Bambusholz, die Flügelwölbung wurde durch mehr als 100 Spanndrähte erreicht.
Insgesamt hatte Pilcher fünf Gleiter gebaut. Den größten Erfolg hatte er mit einem Gleiter namens Hawk (Pilchers Hawk). Er führte Fesselflüge damit durch, also an einem Seil hängend. Im September 1899 starb Pilcher bei einem Absturz mit dem Hawk-Gleiter.
1900: Erstflug eines Zeppelin-Luftschiffs
Als herausragender Luftschiff-Pionier gilt der Offizier Ferdinand Graf von Zeppelin (Abbildung links).
Ferdinand Graf von Zeppelin wurde am 08. Juli 1838 in Konstanz am Bodensee geboren. Er studierte Maschinenbau, Chemie und Staatswissenschaften am Polytechnikum in Stuttgart, an der Kriegsschule in Ludwigsburg und an der Universität Tübingen. Graf von Zeppelin diente im Militär des Königreichs Württemberg und wurde 1858 Kavallerieoffizier. Er unternahm militärische Studienreisen ins Ausland und nahm als Militärbeobachter im nordamerikanischen Bürgerkrieg (civil war) 1861-65 auf Seiten der Nordstaaten teil. Dort erlebte er erstmalig den Einsatz von Heißluftballons zu militärischen Aufklärungszwecken, ein Erlebnis, das seinen weiteren Lebensweg prägen sollte. Graf von Zeppelin nahm 1866 am Deutschen Krieg und 1870/71 am Deutsch-Französischen Krieg teil.
Er widmete sich nach 1892 dem Luftschiffbau und konstruierte das erste (nach ihm benannte) lenkbare Starrluftschiff (Luftschiff) »LZ 1« (Start am 2. 7. 1900, Abbildung unten). Es besaß bereits alle Merkmale der 129 späteren Zeppelinluftschiffe: die schlanke Form, die einzelnen Gaszellen für Wasserstoff im Innern, das Gerippe aus Aluminium. Nach der Zerstörung von »LZ 4« bei Echterdingen (1908) schuf eine Nationalspende die Grundlage zur weiteren Entwicklung in der 1909 gegründeten »Luftschiffbau Zeppelin GmbH« in Friedrichshafen. Zeppelins Mitarbeiter führten sein Werk nach seinem Tode fort.
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Seine Zeppelin-Luftschiffe spielen in der Geschichte der Starrluftschifffahrt eine so do minante Rolle, dass der Begriff Zeppelin oft als Synonym für Starrluftschiff gebraucht wird. Starrluftschiffe sind Luftschiffe mit einem kompletten Skelett aus Trägern und Streben. Dieses Gerüst sichert die aerodynamische Form. In Starrluftschiffen wird das Traggas meist in Gaszellen gehalten, die keinen Beitrag zur Form des Schiffes liefern.
Die LZ 127 "Graf Zeppelin" war das erfolgreichste Luftschiff. Nach dem Flug rund um die Erde überquerte die LZ 127 mehr als hundertmal den Atlantik zwischen Europa und Nord- und Südamerika. Insgesammt legte LZ 127 auf 590 Fahrten rund 1,7 Millionen Kilometer zurück. Nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde die Graf Zeppelin abgewrackt.
(Wer sich für die Zeppeline interessiert, dem sei das Buch “Der Zeppelin - 100 Jahre Luftfahrtgeschichte” von Christopher Chant (Bechtermünz Verlag) sehr empfohlen).
1903: Die ersten Motorflüge – die Brüder Wright (oder Karl Jatho?)
Die Erfindung des Verbrennungsmotors (1876) führte schließlich und endlich zum ersehnten Antrieb. Die Verbrennung smotoren in ihrer heutigen Form gehen auf Nikolaus August Otto, (1832-1891) zurück (daher auch die Bezeichnung Ottomotor, es handelte sich um einen langsam laufenden Viertakt-Verbrennungsmotor) und wurden von G. Daimler zum schnell laufenden Verbrennungsmotor weiterentwickelt. Dieses Sytem war sehr gut zum Einbau in Flugzeuge geeignet. Wilbur und Orville Wright (Abbildung links) waren Brüder aus Dayton in Ohio. Die Brüder Wright nahmen Lilienthals Forschungen auf und entwickelten – so die Meinung Vieler – das erste Motorflugzeug der Welt.
Wilbur Wright schrieb 1901: „Der deutsche Ingenieur Otto Lilienthal lieferte wohl den größten Beitrag zur Lösung des Flugproblems, der je von einem Mann geleistet wurde.“
Zuvor hatten sie eine Steuerung entwickelt und diese in zahlreichen Versuchen mit Gleitern erprobt, bis sie zufriedenstellend funktionierte. In der Entwicklungsphase testeten sie diverse Flügelprofile im Windkanal, entwarfen Motoren und Propeller und führten Testflüge durch. Im Dezember 1903 gelangen ihnen in Kitty Hawk (North Carolina) an der Atlantikküste vier kontrollierte, „länger“ dauernde Flüge mit einem 12-PS Motorflugzeug, das sie optimistisch „Flyer“ getauft hatten. Der längste dieser Flüge ging über eine Strecke von 260 m, die binnen 59 Sekunden absolviert wurde. Den Motor (110 kg Masse) hatten sie übrigens selbst konstruiert und gebaut, da die damaligen Automobilmotoren zu schwer waren.
Es gibt allerdings auch glaubwürdige Hinweise darauf, dass der Deutsche Karl Jatho der Erste war, dem ein motorisierter Flug glückte. Es besteht kein Zweifel daran, dass ihm zwischen August und November 1903 mehrere Hüpfer und wohl auch kurze Flüge von ca. 60 m Länge in vier m Höhe glückten. Manche bezeichnen Jatho als den erfolgreichsten Aviatiker vor den Gebrüdern Wright. In den meisten Büchern wird allerdings der Verdienst, den ersten motorisierten Flug durchgeführt zu haben, den Gebrüdern Wright zugesprochen.
Der berühmte „Wright-Flyer“ von 1903 flog nur viermal und zwar am 17. Dezember 1903 (siehe Abbildung oben). Der letzte und gleichzeitig erfolgreichste Flug ging über 260 m und dauerte 59 Sekunden. Statt ihre Schöpfung der Öffentlichkeit bekannt zu machen, hörten die Brüder Wright mit dem Fliegen auf und wollten stattdessen ihre Erfindung verkaufen. Sie erkannten das Potenzial, das für die Armee (zu Erkundungszwecken) in der Schöpfung steckte, wollten allerdings nicht zu viele Details verraten, um den Diebstahl ihrer Ideen zu verhindern. Aufgrund des Scheiterns von bedeutenden Flugpionieren wie C. Ader und S.P. Langley und der angeberischen Behauptungen von Scharlatanen und Spekulanten sahen sie sich einer großen Skepsis auf Seiten der Regierungsbehörden gegenüber. Es sollte sich als schwieriger erweisen, einen Flyer zu verkaufen, als ihn zu bauen.
1906: der erste motorisierte Flug in Europa
Der dänische Erfinder Jakob Christian Ellehammer Ellehammer (siehe Abbildung links) fing zu Beginn des 20. Jahr hundert an, mit Flugzeugen zu experimentieren. Ursprünglich war er jedoch als Uhrmacher ausgebildet. Jakob Christian Ellehammer hatte in Dänemark Anfang des 20. Jahrhunderts einigen Erfolg mit Eindeckern, Doppeldeckern und von 1906 bis 1908 auch mit Dreideckern.
Am 12. September 1906 führte er auf der Insel Lindholm den ersten motorisierten Flug in Europa durch. Sowohl das Flugzeug als auch der Motor waren Ellehammers eigene Konstruktion. Der Flug war nur 42 Meter lang und er fand in einer Höhe von etwa 40 Zentimetern über dem Boden statt. Das Flugzeug war an einem Pfahl im Zentrum einer angelegten Zementbahn angepflockt, der Flug erfolgte also im sog. “Fesselflug”.
Der Motor, den Ellehammer benutzte war ein 18 PS 3-Zylinder-Sternmotor aus eigener Konstruktion und eigener Herstellung. Der Flug am 12. September war die Einleitung einer Reihe von Flügen mit verschiedenen Typen, die Ellehammer ausgeführt hat. So hat Ellehammer 1908 in Kiel einen Flugwettbewerb gewonnen.
Das Ereignis wurde von den Dänen zudem in Form einer eigens aufgelegten Briefmarke honoriert (siehe Abbildung rechts).
1907: Der erste eigentliche Hubschrauber
Am 24. August 1907 löste sich ein von Louis und Jacques Bréguet unter der Mitwirkung von Professor Charles Richet gebauter Hubschrauber tatsächlich kurz vom Boden. Er verfügte über vier waagerecht drehende Rotoren, die von einer 45-PS-Antoinette-Maschine angetrieben wurden. Er kam auf eine Höhe von 60 cm und musste aufgrund seiner Instabilität von vier Männern im Gleichgewicht gehalten werden. Zwar konnte man noch nicht von einem freien Flug sprechen, aber immerhin handelte es sich um den ersten bemannten senkrechten Start vom Boden. Mehr als der senkrechte Start bzw. die Landung war auch zu dem Zeitpunkt gar nicht geplant gewesen, sodass der Hubschrauber über keine Steuerungseinrichtung verfügte.
1907: Der erste offiziell anerkannte “freie” Hubschrauberflug
Der Franzose Paul Cornu war Fahrradfabrikant aus Lisieux (Normandie) und befasste sich mit dem Bau von Hubschrau bern. Es gelang ihm, ein Fluggerät zu bauen, welches als fliegendes Fahrrad bezeichnet wurde, weil es über zwei große Speichenräder verfügte, an denen die kurzen, wie Paddel geformten Rotorblätter befestigt waren. Diese hatten einen Durchmesser von 6 m und bewegten sich durch Riemenantrieb gegenläufig. Der erste freie Aufstieg und Schwebeflug von 30 cm Höhe über dem Boden und 20 Sekunden Dauer gelangte Paul Cornu am 13. November 1907. Der Antrieb der Tandemrotoren erfolgte durch einen 24 PS Antoinette-Motor. Dies war damit der erste offiziell anerkannte „freie“ Hubschrauberflug gewesen.
1909: der erste Flug über den Ärmelkanal
Während die erfolgreichsten Motorflugzeuge bis zu dem Zeitpunkt ausschließlich Doppeldecker gewesen waren, ist der Name Blériot eng mit der Entwicklung von motorisierten Eindecker-Motorflugzeugen verbunden. Blériot hatte sich seit 1900 mit der Flugtechnik beschäftigt.
Der Är melkanal („Der Kanal“) ist die Verbindung von Atlantik und Nordsee zwischen der französischen N ord- und der englischen Südküste, er ist an der engsten Stelle 32 km breit. Am 25. Juli 1909 startete der französische Flugtechniker Louis Blériot (1872 – 1936, Abbildung links) in Les Baraques bei Calais und flog über den Ärmelkanal nach Dover. Er landete mit seinem selbst gebauten Eindecker Blériot XI „La Manche“ (Abbildung rechts) nach einer Flugzeit von 36 Minuten und 30 Sekunden in der Nähe des Schlosses und gewann damit einen Preis von 1.000 Pfund, den die Daily Mail für die erste Kanalüberquerung ausgeschrieben hatte. Bei der Landung gingen zwar Fahrwerk und Luftschraube zu Bruch, aber den Erfolg derersten Kanalüberquerung konnte man ihm nicht nehmen.
Louis Blériot erregte mit dem Flug weltweites Aufsehen – das Potenzial, welches in der Flugtechnik steckte, wurde durch seine Leistung deutlich. Innerhalb von 10 Tagen erhielt er Aufträge für über 100 Maschinen. Er hatte allerdings auch viel Glück. Sein 25-PS-Anzani-Motor überhitzte während des Fluges und er rechnete bereits mit dem Absturz ins Meer. Hätte nicht ein Regenschauer den Motor abgekühlt, wäre Blériot nicht am Ziel angekommen. Außerdem hatte er sich finanziell durch seine Flugversuche verausgabt, quasi war er vor dem erfolgreichen Flug über den Kanal bankrott. Erst der sich anschließende Erfolg brachte ihn wieder „auf die Beine”.
1909: das erste Flugmeeting der Geschichte
1909 fand im August das erste Flugmeeting der Geschichte während der Luftfahrtwoche im französischen Reims statt.
1909: das erste Luftverkehrsunternehmen der Welt
Am 16. November 1909 wurde mit staatlicher Unterstützung in Frankfurt am Main die Deutsche Luftschifffahrts Aktiengesellschaft (DELAG) als erstes Luftverkehrsunternehmen der Welt gegründet.
An der DELAG war die Hamburg-Amerika-Linie HAPAG und die Luftschiffbau Zeppelin GmbH beteiligt. Sie stellte Mitte 1910 das Passagierluftschiff LZ7 “Deutschland” (Abbildung links) in Dienst. Mit der LZ7 konnten 24 Passagiere befördert werden. Die LZ7 war eines von Zeppelins frühen Luftschiffen
1910 wurde mit dem Luftschiff LZ7 Deutschland der Passagierbetrieb von Frankfurt nach Baden-Baden und nach Düsseldorf aufgenommen.
1913: der Geschwindigkeitsweltrekord
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Frankreich sehr rege auf dem Gebiet der Luftfahrt. Es wurden dort die verschiedensten Flugapparate hergestellt. So war Armand Deperdussin beispielsweise bekannt für Sportflugzeuge. Eigentlich war Deperdussin französischer Seidenfabrikant, er gründete 1910 in Betheney bei Reims seine eigene Flugzeugfirma, die Societé Pour les Appareils Deperdussin (SPAD). Als Betriebsleiter stellte er Louis Bechereau ein, was eine glückliche Wahl sein sollte. Später kam noch ein junger Absolvent der Technischen Hochschule dazu, André Herbemont. Diese beiden verhalfen der SPAD, die 1913 in Konkurs ging (weil Deperdussin wegen Veruntreuung verhaftet wurde), zu Weltruhm. Bechereau konstruierte einige Eindecker mit zunehmendem Leistungsvermögen, indem er die Schalenbauweise des Rumpfes perfektionierte, die den angestrebten kreisrunden Querschnitt mit geringem Gewicht und hoher Festigkeit verband.
Ein bedeutender Erfolg im Jahre 1913 war der Sieg des Piloten Maurice Prévost im ersten Rennen um die Schneider-Trophäe am 16. April in Monaco. Doch damit nicht genug: Am 29. September 1913 gewann der schnittige Deperdussin-Eindecker mit 160-PS-Gnome-Umlaufmotor (siehe Abbildung unten) das Gordon-Bennett-Rennen in Reims. Gleichzeitig stellte Prévost mit 203,8 km/h einen Geschwindigkeitsweltrekord auf. Eine Besonderheit des Flugzeugs war der schöne stromlinienförmige Schalenrumpf aus geformten Sperrholz, denn bei den meisten Flugzeugen diente als Konstruktionsmaterial ein Rahmen aus Holz, der mit Stoff bespannt war. Die Deperdussin war Zeit das weltweit schnellste Flugzeug der Vorkriegszeit.
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Text-Quellen: (Folgende Bücher waren mir u.a. bei der Erstellung der Texte hilfreich. Die Weiterverwendung der Texte durch Dritte ist nur mit Genehmigung der Verlage gestattet).
- „Der Brockhaus“, Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2003
- “Flugzeuge - Geschichte der Luftfahrt” von Philp Jarret, Ausgabe 2001, coventgarden bei Dorling Kindersley Verlag GmbH, München.
- „Das große Buch der Flugzeuge“, Sonderausgabe 1991, Orbis Verlag, München.
- “Das große Flugzeugtypenbuch”, von Wilfried Kopenhagen, 6. Auflage 1990, Motorbuch Verlag.
- „Enzyklopädie der Hubschrauber“ von Giorgio Apostolo, Westbild Verlag GmbH, Augsburg.
- “Flugzeugtypen der Welt - Modelle, Technik, Daten”, Bechtermünz Verlag im Weltbild Verlag GmbH, Augsburg 1997.
- “Verkehrsflugzeuge” von Gerhard Lang, 1. Auflage 2000, GeraMond Verlag München.
- „Fliegerei und Luftfahrt“, Reihe WAS IST WAS, Band 10, Tessloff-Verlag.
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