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20 Jahre „Christoph Hansa“ am BUK Hamburg
(Unten: Beitrag aus der Bille-Zeitung vom 08. Februar 1990)
Liebe Besucherinnen und Besucher von luftrettung-hamburg.de! Ich freue mich mit Ihnen über 20 Jahre „Christoph Hansa“ in Hamburg. Grund genug, die Geschichte noch einmal kurz Revue passieren zu lassen. Einige der Informationen sind bereits auf dieser Website an anderer Stelle veröffentlicht worden. Einiges ist aber auch neu. So finden Sie einige alte Zeitungsausschnitte, Fotos von damals sowie einen kurzen Erfahrungsbericht von Rettungsassistent Klaus Henkel, der damals beim ersten Einsatz dabei war. Und für die Sammler ist auch etwas in Vorbereitung. Doch lesen Sie selbst... (Foto unten: ein Zeitungsartikel aus der Zeit der Stationierung).
Wie es los ging
„Christoph Hansa“ wurde heute vor 20 Jahren, am 02. Februar 1990, am Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg (BUKH) stationiert. Das BUKH ist im Volksmund besser bekannt als das „Unfallkrankenhaus Boberg“. Der „Christoph Hansa“ war der erste „Ambulanzhubschrauber“ der ADAC-Luftrettung GmbH, d.h., die Aufgabe waren arztbegleitete Krankentransporte. Heute wird „Christoph Hansa“ als Rettungshubschrauber eingesetzt und im Jahr 2009 lag der Anteil der Verlegungsflüge nur noch bei knapp 6%. (Foto links: der “Christoph Hansa” mit dem damaligen am BUKH eingesetzten Notarztwagen).
Ein Kollege erinnert sich
Klaus Henkel, heute noch als Anästhesiepfleger im BUKH beschäftigt, war der Rettungsassistent, der damals beim ersten Einsatz dabei war. Er erinnert sich: „Das war eine Verlegung von Otterndorf ins BUKH. Der Patient hatte sich den Oberschenkel gebrochen“. Die Rahmenbedingungen waren damals recht spannend. So war Klaus Henkel mit zwei anderen Kollegen damals beim Flughelferlehrgang (heute = HEMS Crew Member). „Da waren nur wir drei, der Lehrgang wurde nur für uns durchgeführt. Und wir wussten gar nicht, was da auf uns zu kam. Wir dachten, dass es sich meh r um eine praktische Einweisung und Übungen am Hubschrauber handelt. Stattdessen lernten wir Kurse zu berechnen und ähnliches.“ Der Hubschrauber, der damals als erstes in Boberg eingesetzt wurde, war übrigens eine gebrauchte BO 105, die die ADAC Luftrettung in Australien gekauft hatte. Der Hubschrauber wurde dann in Speyer mit der medizinischen Ausrüstung versehen. Klaus Henkel: „Es gab damals ein großes Werk von MBB in Speyer. Wir sind dann da hingefahren, um die Ausstattung festzulegen. Unterstützt wurden wir von Werner Klampfl, denn wir selber hatten ja noch keine Erfahrung“. Spannend waren die ersten Einsätze auch insofern für die Beteiligten, weil vorher keiner ausprobiert hatte, ob er das Hubschrauberfliegen verträgt. Das kam dann erst im Einsatz heraus und ging zum Glück bei allen gut. (Foto oben: Tanken der Maschine am Flughafen, Foto unten: Zeitungsartikel vom 22.10.1991 anlässlich der Einführung der 2-minütigen Alarmbereitschaft. Wieder dabei: Klaus Henkel).
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(Fotos unten: die erste Innenausstattung).
Vom Ambulanzhubschrauber zum RTH
Anfänglich sollte der Hubschrauber vorrangig Verlegungsflüge in einem Umkreis von ca. 300 km durchführen. Zunächst wurde “Christoph Hansa” von der Krankenbeförderungsleitstelle der Hilfsorganisationen (damals beim DRK Landesverband Hamburg ansässig) disponiert. Damals war der Einsatz bei Notfalleinsätzen nicht vorgesehen, so betrug die geplante Vorlaufzeit bis zum Start bis zu 30 min. Die Besatzung war tagsüber in der Anästhesie tätig und hatte außerhalb der Regelarbeitszeit Rufbereitschaft. Die Erfahrungen zeigten, dass die 30-minütige Vorlaufzeit zu lang war, um auch dringliche Sekundärtransporte (Verlegungsflüge) zeitgerecht durchführen zu können. Diese Einsätze mussten meist an Primärhubschrauber abgegeben werden. Um eine ständige Einsatzbereitschaft sicherzustellen, wurden zusätzliche ärztliche und pflegerische Planstellen geschaffen. Seit dem 01. Oktober 1991 kann somit im Einsatzfall unverzüglich ausgerückt werden. Bis heute unverändert beginnt die Einsatzbereitschaft bei Sonnenaufgang und endet bei Sonnenuntergang (sunset), jedoch maximal im Zeitfenster von 08.00 h bis 21.00 h. (Foto unten: blick in den Patientenraum vom Heck aus).
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Sammler aufgepasst – es gibt einen Jubiläums-Patch
Wie es sich gehört, wurde anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des „Christoph Hansa“ ein Jubiläums-Patch entworfen. Wenngleich der Entwurf schon fertig ist, soll er hier noch nicht abgebildet werden. Soviel sei aber schon verraten: Da alle drei Hubschraubermuster dargestellt sind, die am BUKH einmal regelhaft eingesetzt waren (BO 105, MD 900, EC 135), wird es aus Platzgründen ein ovaler Aufnäher sein. Dieser wird in einer limitierten Auflage von 500 Stück angefertigt. Wenn diese vergriffen sind, gibt es keine neuen mehr. Schauen Sie also von Zeit zu Zeit einmal auf luftrettung-hamburg.de vorbei, um den Verkaufsstart nicht zu verpassen. Wir dürfen Sie übrigens bitten, bis dahin von Anfragen bei der Luftrettungsstation abzusehen. Sobald der Aufnäher zum Verkauf freigegeben wird, wird es sofort hier veröffentlicht.
Die „große“ Feier – nicht am 02. Februar
Übrigens, die „große“ Jubiläumsfeier findet am 29. Mai statt. Wie schon in den vergangenen Jahren wird es am Vormittag ein Notfallsymposium im Hörsaal des BUKH (Hauptgebäude) geben. Evtl. schließt sich daran wieder ein Workshop an. Nachmittags ist das Gelände des „Christoph Hansa“ dann im Rahmen eines Tages der offenen Tür wieder für Freunde und Besucher geöffnet. Und – soviel sei schon verraten, es wird neben dem „Christoph Hansa“ natürlich auch wieder zahlreiche andere interessante Sachen zu sehen geben.
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